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28.02.2009 20:06
Gemeinde Regau verzichtet auf Steuern
Um Betriebe anzulocken ist es übliche Praxis geworden, dass in den ersten drei Jahren nach einer Betriebsansiedelung Steuerleichterungen gewährt werden. In Regau ist man letzte Woche bei der Gemeinderatssitzung sogar noch einen Schritt weiter gegangen. Das Kino StarMovie Regau, wurde nicht nur in den ersten 3 Jahren von der Lustbarkeitsabgabe befreit, so wie vom Alt-Bürgermeister zugesag – nein, unser neuer Bürgermeister hat nun nochmals 8 Jahre draufgegeben. Somit verzichtet die Gemeinde Regau auf mögliche Steuereinnahmen in der Größenordnung von 70.000 bis 100.000 Euro pro Jahr vom sehr gut besuchten Kino. Als „Gegenleistung“ gibt’s Freikarten und Gartiskino.
Angesichts der Tatsache, dass in Regau noch immer Kinderbetreuungsplätze fehlen, stellt sich für mich schon die Frage, ob diese Großzügigkeit angebracht ist. Oder sollen Eltern, für deren Kinder kein Kindergartenplatz oder kein Hortplatz zur Verfügung steht, mit Kinofreikarten vertröstet werden? Und da in der Gemeinde Kinderspielplätze fehlen bzw. nicht ausreichend instandgehalten werden, wirkt dieses Steuerverzicht an das Kino auf mich ehrer verschwenderisch als großzügig. Das diesem Steuergeschenk an einen einzelnen Betrieb auf Kosten von Sozialeinrichtungen auch die SP zugestimmt hat, löst bei mir besonderes Unverständnis aus.
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